Greifen Sie zu Grün!

17.03.2014

Blattgemüse und Kräuter enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Chlorophyll, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe. Genug Gründe, um öfters mal grün zu wählen. 

Gibt es auch bei Ihnen am Gründonnerstag Spinat mit Ei und Kartoff eln? Und erzählen Sie dabei Ihren Kindern, dass er groß und stark macht wie Popeye, den Seemann? Nun, auch wenn mittlerweile nachgewiesen wurde, dass Spinat nur ein Zehntel so viel „stark machendes“ Eisen enthält wie noch vor 100 Jahren gedacht und propagiert wurde, gelten die grünen Blätt er dennoch bis heute als besonders wertvoll. Zu Recht, wie Diätologin Maria Benedikt betont: „Grüne Lebensmittel gehören seit jeher zu den Grundnahrungsmitteln des Menschen. Vor allem frisches Blatt -, Kohl-, Lauch- und Spinatgemüse sowie Blattsalate und Kräuter wie Petersilie, Dill, Basilikum und Schnitt lauch sind Quellen einer Reihe von Vitaminen, Mineralien wie Magnesium und Spurenelementen wie Eisen. Sie enthalten außerdem Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoff e und einen hohen Anteil am grünen Farbpigment Chlorophyll. Durch diese Kombination entfalten Spinat und Co ein breites gesundheitliches Wirkungsspektrum und sollten so oft wie möglich auf dem Speiseplan stehen.“

 LEBENSSPENDENDES CHLOROPHYLL

Wohlgemerkt: Grün heißt in diesem Zusammenhang nicht „unreif“. Vielmehr ist Blatt grün gemeint, das den Stoff Chlorophyll enthält. Anti-Aging-Experte Markus Metka erklärt: „Chlorophyll kommt aus dem Griechischen und heißt übersetzt „Blatt grün“. Es ist für Pfl anzen lebensnotwendig, da es im Prozess der Photosynthese Kohlendioxid und Wasser unter Einwirkung des Sonnenlichts in nutzbare Energie, in Kohlenhydrate, umsetzt. Nicht zuletzt deshalb wird die Farbe Grün als Symbol des Entstehens, des Werdens, ja des Lebens schlechthin gesehen.“

 LUTEIN FÜR DIE AUGEN

Von den vielen Stoff en, die in grünem Blatt gemüse und Kräutern aufgebaut werden, betont Benedikt die Wichtigkeit der sekundären Pfl anzenstoff e: „Sekundäre Pfl anzenstoff e haben einen vitaminähnlichen Charakter und schützen Pfl anzen vor schädlichen Einfl üssen. Von großer Bedeutung für den Menschen sind sie aufgrund ihrer antioxidativen, entzündungshemmenden und verdauungsfördernden Eigenschaften. Sie sind echte Geheimwaffen im Kampf gegen schädliche freie Radikale und darum hilfreich für den Schutz unserer Zellen und Zellbausteine.“ Anti-Aging-Experte Metka hebt ganz konkret das neue Vitamin und Antioxidans Lutein hervor, das zur Gruppe der Carotinoide zählt und vermehrt in dunkel grünem Gemüse wie Spinat und Broccoli enthalten ist: „Lutein wird beim Menschen im Gelben Fleck (Makula lutea) der Netzhaut angereichert und schützt die Sehzellen vor schädlichem UV-Licht und freien Radikalen. Wissenschaft liche Studien deuten darauf hin, dass eine ausreichende Versorgung mit den Pigmenten das Risiko für die Entstehung einer altersabhängigen Makuladegeneration, die durch das Nachlassen der Sehschärfe  gekennzeichnet ist, reduzieren und deren Verlauf beeinfl ussen kann.“ Da Lutein im menschlichen Körper nicht gebildet werden kann, muss es mit der Nahrung vorwiegend aus pfl anzlichen Quellen aufgenommen werden.

OPTISCHER GENUSS

Ob roh als Salat oder Smoothie, im Pesto oder in der Suppe, gedünstet, blanchiert oder in Öl angebraten: grünes Blattgemüse kann auf vielerlei Arten zubereitet werden. Aber, mahnt Benedikt: „Wenn Sie Ihr Blattgemüse dünsten oder braten, reicht eine Garzeit von wenigen Minuten aus. Andernfalls wird der Nähr- und Vitalstoffwert des Gemüses deutlich verringert.“ Und, so die Diätologin weiter: „Grünes Gemüse verliert beim Kochen die Farbe und wird unansehnlich grau; das gleiche passiert auch, wenn dem Kochwasser Zitronensaft oder Essig beigemengt werden.“ Ihr Tipp: „Geben Sie eine Prise Natron oder Backpulver ins Wasser, damit kann die grüne Farbe gut erhalten werden. Und auch das anschließende Abschrecken in Eiswasser hilft .“