Bio-Gemüse aus dem Garten

14.03.2014

Frisch, gesund, knackig, aromatisch und ohne Chemie – Bio- Gemüse aus dem eigenen Garten erfreut sich größter Beliebtheit. Säen Sie jetzt, was Sie im Sommer ernten wollen. Wir zeigen Ihnen, wie’s geht.

Wer ein Leben lang glücklich sein will, der werde Gärtner.“ Diese chinesische Weisheit aus dem 12. Jahrhundert bringt auf den Punkt, wovon heute immer mehr Menschen träumen: ihr eigenes Bio-Gemüse anzubauen. Kaum etwas erfüllt den Menschen so nachhaltig mit Freude und dem Gefühl der Ausgeglichenheit wie das Arbeiten mit Erde, das Hegen und Pflegen im Zyklus der Jahreszeiten sowie der Duft und der Geschmack der selbst gezogenen Früchte – wobei es keinen Unterschied macht, ob die Pflanzen auf der Fensterbank, auf dem Balkon oder im Garten herangezogen werden.

HOCHWERTIGE BIO-SAMEN
Bevor es an die Ernte der schmackhaft en und gesunden Bio-Lebensmittel geht, gilt es, das geeignete Bio- Saatgut auszuwählen. Für Einsteiger gut geeignet sind alle SPAR Natur*pur Bio-Kräuter als auch „einfache“ Gemüsekulturen wie etwa die SPAR Natur*pur Bio-Karotten, Bio-Zucchini, Bio-Radieschen sowie die Bio-Blatt - und Pflücksalate. Diese Gemüsesorten sind auch für den Balkon ideal, da sie mit wenig Wurzelraum zurechtkommen und problemlos in Töpfen, Körben und Blumenkästen gedeihen.

PFLANZEN VORKULTIVIEREN
„Ungeduld ist ein schlechter Gärtner“, besagt ein weiteres altes chinesisches Sprichwort. Baut man Gemüse und Kräuter zu früh im Freien an, können Kälte und nächtlicher Frost den zarten Pflänzlein schaden. Nur unempfindliche Gemüsearten wie die SPAR Natur*pur Bio-Karotten, Bio-Zwiebeln und der Bio-Spinat eignen sich für frühe Aussaaten ab März, unter Folie können auch Bio-Salate wie der Maikönig gepflanzt werden. Für alle anderen Gemüse gilt: Mindestens bis Ende April warten – oder die Pflanzen ab Anfang März auf der Fensterbank vorziehen. Wichtig sind dabei ausreichend Licht, genug Platz im Topf für die Keimlinge und ihre Wurzeln, regelmäßiges Lüften und Drehen der Topfpflanzen, damit sie gerade wachsen, regelmäßiges Gießen sowie eine konstante Raumtemperatur von 18 bis 23 Grad.

DIE AUSSAAT IM FREIEN
Ab Mitte April können die meisten Gemüsesamen und Gewürzkräuter wie etwa die SPAR Natur*pur Bio-Kresse, Bio-Dill und Bio-Petersilie direkt in ein vorbereitetes Beet oder in die Töpfe auf dem Balkon gesät werden. Nur bei sehr frostempfindlichen Kulturen wie Tomaten und Gurken empfiehlt es sich bis nach den Eisheiligen Mitte Mai zu warten. Auch die auf der Fensterbank vorgezogenen Jungpflanzen dürfen jetzt im Freien ausgepflanzt werden.

SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNG DURCH MISCHKULTUR
Weil im biologischen Gartenbau synthetische Pflanzenschutzmittel tabu sind, ist es wichtig, einem möglichen Schädlingsbefall mit einer Mischkultur vorzubeugen. So vertreiben die Gerüche mancher Gemüse die Schädlinge anderer, oder sie fördern sich gegenseitig durch Wurzelausscheidungen: Zwiebeln neben Karotten wehren die Karottenfliege ab, Kohlgewächse und Sellerie helfen einander gegen Kohlweißlinge, Salat hält Erdflöhe von Radieschen fern und Knoblauch schützt vor allem Gurken, Karotten und Tomaten vor Pilzerkrankungen. Für Beete empfiehlt es sich, Kurzzeitgemüse wie Salat und Karotten neben Halbzeitgemüse wie Rote Rüben und Buschbohnen und wiederum daneben Langzeitgemüse wie Gurken, Stangenbohnen und Zucchini zu setzen. Kräuter wie Basilikum, Kerbel und Dill dazwischen halten Schädlinge ebenfalls fern. Wo die natürliche Schädlingsbekämpfung durch Mischkultur nicht greift, können auch Vliese und feine Kulturschutznetze helfen. Diese halten Fliegen und andere Schädlinge, die aus der Luft kommen, von den Pflanzen fern. Im Gemüsegarten zählen oft auch Schnecken zu den unerwünschten Besuchern. Ein Schneckenzaun, das Absammeln der Tiere oder ein umweltschonendes Schneckenkorn schaffen Abhilfe.

REGELMÄSSIGE ERNTE
Wann ist das Gemüse erntereif? Bei Fruchtgemüse erkennen Sie dies an der sortentypischen Farbe und Größe. Die gängigen Salate, Gemüse und Kräuter sind oft schon nach vier bis sechs Wochen reif. Pflücken Sie das Gemüse und die Kräuter regelmäßig ab. Das regt die Pflanze an, neue nachwachsen zu lassen. Bei vielen Gemüsen ist eher ein „zu spätes“ Ernten problematisch, denn dann ist das Erntegut holzig, faserig oder fade. Ernten Sie im Zweifelsfall also lieber ein bisschen früher.