Quinoa

26.01.2016

Das Superfood aus Südamerika ist ein aromatischer Glücksfall für unsere heimischen Küchen.

In den Anden sind sie seit etwa 5000 Jahren als Kulturpfl anzen bekannt, bei uns erobern sie derzeit die heimischen Küchen: die fein-nussigen Powerkörner aus Südamerika. Quinoa ist nicht nur geschmacklich eine Bereicherung auf unseren Tellern, sondern punktet auch mit einer hohen Nährstoffdichte. Deshalb wird das „Wunderkorn der Anden“ auch gern als Superfood bezeichnet. Diätologin Maria Benedikt vom Universitätsklinikum Salzburg erklärt warum: „Quinoa ist ein hervorragender Eiweiß-Lieferant. 100 Gramm Samen enthalten rund 15 Gramm Eiweiß.“ Rein optisch erinnert Quinoa zwar an Getreide. Botanisch gehört die Pflanze aber zu den Gänsefußgewächsen – wie auch Spinat, Zuckerrüben oder Mangold. Es gibt inzwischen knapp 2000 verschiedene Sorten von Quinoa. Die häufigsten Arten sind goldgelb, schwarz und rot. Quinoa hat einen zarten, nussigen Geschmack.

MEHR PROTEINE ALS IN GETREIDE
Was das sogenannte Pseudogetreide von „echtem“ Getreide unterscheidet, ist sein um ein Vielfaches höherer Eiweißgehalt: „Quinoa enthält mehr Proteine als jedes Getreide“, erklärt Benedikt. „Der ,Peru-Reis‘, wie Quinoa auch genannt wird, enthält auch alle neun essenziellen Aminosäuren und ist dadurch ein gleichwertiger Eiweißlieferant wie Fleisch“, setzt die Expertin nach. Zudem verfügt Quinoa über Ballaststoffe, hochwertige Fette und wichtige Mineralstoffe. Benedikt: „Das alles zusammen macht die Samen zu einem wertvollen Lebensmittel – nicht nur in der vegetarischen Küche.“ Und – quasi als Draufgabe: Quinoa ist auch noch glutenfrei und kann daher von Menschen, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden, problemlos gegessen werden. 

KULTURPFLANZE MIT LANGER TRADITION
In den Anden wurde Quinoa bereits vor rund 5000 Jahren angebaut und zählt somit zu den ältesten Kulturpfl anzen des Inka-Reiches. Neben Bohnen, Mais und Kartoffeln war Quinoa eines der Hauptnahrungsmittel der südamerikanischen Bergbevölkerung. Den Inkas galt die Pflanze wegen ihres hohen Nährstoff - und Eiweißgehalts sogar als „Mutter der Saatpflanzen“. Der robusten Pflanze, die bis zu zwei Meter hoch wächst, können weder extreme Witterungsbedingungen, noch karge Böden etwas anhaben.

Den spanischen Eroberern um 1500 war Quinoa allerdings suspekt. Sie verboten den südamerikanischen Bauern den Anbau des „Teufelszeugs" und forcierten stattdessen die weniger nahrhaften europäischen Getreidesorten wie Weizen, Gerste oder Hafer. In den 1980er-Jahren erlebte Quinoa jedoch ein Revival. Aus dem bäuerlichen Peru-Reis ist mittlerweile das „Wunderkorn aus den Anden“ geworden.

SO SCHMECKT QUINOA
„Durch den milden Eigengeschmack kann Quinoa auf viele verschiedene Arten zubereitet werden“, sagt Ernährungsexpertin Maria Benedikt und verrät eine geschmackvolle Zubereitung: „Verfeinern Sie einen Quinoa-Brei mit Früchten oder Beeren. Das garantiert einen energiereichen Start in den Tag und und ist eine perfekte Abwechslung zum klassischen Müsli.“

Die neuen SPAR Vital Bio-Quinoa-Körner sowie das SPAR Veggie by NENI Quinoa- Trio aus rotem, weißen und schwarzem Quinoa haben einen fein-nussigen Geschmack und eignen sich daher bestens als Zutat für viele Gerichte. Genießen Sie Quinoa als Beilage (wie Reis), im Salat oder als sättigende Suppeneinlage in der kalten Jahreszeit.

 

Das sagt die Expertin

Diätologin Maria Benedikt vom Universitätsklinikum Salzburg sagt, wie man Quinoa am besten verwendet.

SPAR Mahlzeit!: Welche traditionellen Rezepte gibt es, wie wird Quinoa idealerweise eingesetzt?
Maria Benedikt: Quinoa wird nicht nur ähnlich wie Reis gekocht, sondern ist auch sonst eine gute Alternative zu Reis. Die gekochten Samen werden gerne für Füllungen und in Salaten verwendet. Klassiker sind Quinoalaibchen, Tabouleh-Salat oder auch Müslis. Quinoa passt sehr gut zu Rind- und Hühnerfl eisch, Garnelen, schwarzen Bohnen, Kürbis, Mais, Äpfeln, Weintrauben, Orangen und Nüssen. Frischer Koriander ist eine perfekte Würzung für das Pseudogetreide.

SPAR Mahlzeit!: Worauf sollte man bei der Zubereitung von Quinoa besonders achten?
Maria Benedikt: Die Quinoasamen sind von einer Saponin-Schicht bedeckt, die in Verbindung mit Wasser eine Art Schaum entwickelt, der bitter schmeckt. Deshalb sollte man Quinoa vor der Zubereitung so lange waschen, bis das Wasser keine Schaumrückstände mehr zeigt.

SPAR Mahlzeit!: Wie soll Quinoa aufbewahrt werden?
Maria Benedikt: Quinoasamen sollten in einem luftdicht verschlossenen Behälter aufbewahrt werden. Stellt man sie in den Kühlschrank, sind sie bis zu 6 Monaten haltbar. Sind die Samen bereits gemahlen oder zerstoßen, verkürzt sich die Lebensdauer, da Quinoamehl leicht ranzig wird.