Adieu, zu viel Zucker!

24.01.2013

In den SPAR-Regalen übernehmen kalorienarme Jogurts das Kommando, die trotz weniger Zucker genauso gut schmecken.

Ernährungswissenschaftler und Ärtze schlagen Alarm: Die Österreicher nehmen zu viele Kalorien zu sich. Einer der Hauptverursacher: der zu hohe Zuckerkonsum. Das geht aus dem aktuellen Ernährungsbericht 2012 hervor. Laut Weltgesundheitsorganisation WHA liegt die empfohlene Tagesration an Zucker bei maximal 50 Gramm. Die Daten der Statistik Austria zeigen allerdings, der Durchschnittsösterreicher kommt auf täglich 104 Gramm – doppelt so viel wie angeraten. Es stimmt zwar, dass Zucker für den menschlichen Organismus eine wichtige Funktion hat, indem er sofort ins Blut übergeht und schnelle Energie liefert. Bei regelmäßiger Überdosis überwiegen allerdings die negativen Auswirkungen auf den Körper. Er macht müde, antriebslos und kann zu Diabetes II und Adipositas führen. Ziel des ernährungsbewussten Österreichers muss daher eine deutliche Reduktion des Zuckerkonsums sein. Würde Süßes nur nicht so verführerisch munden! SPAR kommt ihren Konsumenten entgegen, indem sie neue Jogurts entwickelte, die bei weniger Zuckergehalt genauso gut schmecken.

Entwicklungsauftrag: Zuckerreduktion
Monatelang wurde an der Entwicklung der neuen Produkte gearbeitet. Immer wieder wurden in Zusammenarbeit mit SPAR-Partnern in der österreichischen Milchwirtschaft neue Muster für zuckerärmere Fruchtjogurts entwickelt. Immerhin galt es, einen schwierigen Auftrag zu erfüllen: Wie kann man die Fruchtjogurts der SPAR-Eigenmarken mit weniger Zucker herstellen, ohne bei Geschmack, Konsistenz und Qualität Abstriche machen zu müssen? Eduard Vonier, Leiter Einkauf Molkereiprodukte bei SPAR, und Christoph Lindlbauer, SPAR-Sortimentsmanager, erklären, weshalb die Zuckerreduktion eine der größten Herausforderungen, die SPAR und ihre Partner zu meistern hatten, darstellt: „Zum einen wirken sich bereits geringste Verminderungen von Zucker negativ im Geschmack aus, weil er ein hervorragender Geschmacksträger ist. Und zum anderen bewirkt weniger Zucker im Jogurt auch Veränderungen in der Konsistenz. Das Jogurt wird dünnflüssiger.“ Aber, setzt Vonier nach: „SPAR war es bei der Entwicklung der zuckerärmeren Jogurts sehr wichtig, dass der Kunde dasselbe Geschmackserlebnis und Löffelgefühl erlebt wie bei herkömmlichem Jogurt.“ Neben der geschmacklichen und optischen Analyse spielt auch die Qualität und Herkunft der Rohstoffe eine entscheidende Rolle. Vonier: „SPAR besteht beim Rohstoff Milch auf 100 Prozent gentechnikfreie österreichische Milch.“ Nach etlichen internen Verkostungen wurde schließlich eine Lösung gefunden. Vonier: „Durch eine Erhöhung des Fruchtanteils und eine äußerst selektive Auswahl der Fruchtmischungen kann der Zucker- und Konsistenzunterschied ausgeglichen werden.“ Lindlbauer konkretisiert: „Um ein einziges Gramm Zucker geschmacklich ausgleichen und dennoch das gleiche Löffel- und Mundgefühl erhalten zu können, haben wir den Fruchtanteil in unseren SPAR Vital Fruchtjogurts um etwa 20 Prozent erhöht.“ Aber, setzt Vonier nach: „Während manche Fruchtsorten durch die Zuckerreduktion geradezu aufblühten (Himbeere), musste auf andere Sorten verzichtet werden, da diese äußerst „beleidigt“ reagierten.“

Stevia statt Zucker
Ein weiterer Lösungsansatz tat sich auf, als das pflanzliche Süßungsmittel Stevia 2011 in der EU und damit in Österreich zugelassen wurde. So wurde – nach langen Versuchsreihen – bei den SPAR Stevia Jogurts ein Teil des Zuckers durch Stevia ersetzt. Vonier: „Mit Steviolglycosiden lassen sich besonders leicht kalorienarme Jogurts produzieren. Denn das südamerikanische Süßkraut ist rund 300-mal süßer als Zucker, zeigt ähnliche geschmacksverstärkende Eigenschaften und hat zudem keine Kalorien. So konnten wir bei gleichzeitiger Zuckerreduktion auch zum Teil auf das Fett der Milch als Geschmacksträger verzichten.“ Mit dem Ergebnis, dass die SPAR Vital Stevia Jogurts weniger als neun Gramm Zucker und nur 1,6 Gramm Fett pro 100 Gramm Jogurt aufweisen. Zum Vergleich: Herkömmliche Fruchtjogurts enthalten bis zu 16 Gramm Zucker pro 100 Gramm im Endprodukt und bis zu 3,6 Prozent Fett im Milchanteil. Vonier: „Damit hat das Stevia-Jogurt bei vollem Geschmack um 30 Prozent weniger Kalorien als ein herkömmliches Fruchtjogurt.“

KEINE MEHRKOSTEN FÜR DEN KONSUMENTEN
Stolz ist Vonier auf die Tatsache, dass weder die Kosten der Produktentwicklung noch die der veränderten Inhaltsstoffe auf den Konsumenten abgewälzt werden müssen_ Denn, so der Sortimentsmanager: „Ein wesentliches Kriterium bei der Entwicklung der neuen Jogurts war, dass bewusste Ernährung keine Mehrkosten beim Konsumenten verursachen darf_“ Aus all diesen Gründen ist der Fachmann überzeugt, dass der ernährungsbewusste Genießer in Zukunft verstärkt zu den neuen Jogurts mit weniger Zucker greifen wird. Vonier: „Mit unseren neuen Jogurts bieten wir nicht nur gleichwertige, sondern qualitativ und geschmacklich bessere Alternativen zu übersüßten Jogurts an. Ich bin deshalb überzeugt, dass die Konsumenten von unseren Jogurts begeistert sein werden.“

Um ein einziges Gramm Zucker geschmacklich auszugleichen, wurde der Fruchtanteil in den SPAR Vital Heumilch- Fruchtjogurts um etwa 20 Prozent erhöht.

Damit bei den SPAR Natur*pur Bio-Jogurts der Geschmack und das Löffelgefühl gleich bleiben, wurde der niedrigere Zuckeranteil durch strengste Selektion der Fruchtzubereitungen ausgeglichen.

Durch die Beigabe von Stevia konnte der Zuckergehalt bei den SPAR Vital Stevia Jogurts auf rund 9 g Zucker pro 100 g Jogurt gebracht werden. Somit haben sie um 30 Prozent weniger Kalorien als herkömmliche Jogurts.