5 Fragen an den Krapfen

24.01.2013

1. Woher kommt dein Name?
Die Legende besagt, dass mich die Wiener Bäckerin Cäcilie Krapf um 1690 erfunden hat: Als ihr Lehrbub sie ärgerte, warf sie ihm ein Stück Germteig hinterher. Ich landete in einem Topf mit heißem Fett, der auf dem Herd stand. Als Frau Krapf mich dann goldbraun gebacken sah, stellte sie fest, dass ich mich in eine kleine Köstlichkeit verwandelt habe. In Wahrheit aber kannten sowohl die alten Ägypter als auch die Römer in Fett schwimmende Verwandte von mir, und im Wien des 9. Jahrhunderts gab es ein gebogenes Gebäck namens „krapfo“.

2. Seit wann bist du rund mit weißen Gürtel um den Bauch?
Erst im Mittelalter wurde ich kugelrund. 1486 schließlich hat man in der „Kochordnung“ der Stadt Wien sogar festgeschrieben, wie die „Krapfenpacherinnen“ (Krapfenbäckerinnen) mich zu backen hatten.

3. Weshalb wirst du mit Marillenmarmelade gefüllt?
Meine Füllung dürfte ein Erzeugnis bürgerlicher städtischer Kochkunst sein und geht auf die Barockzeit zurück, die eine große Vorliebe für Marmelade entwickelte. Zu dieser Zeit galt ich als Luxusspeise, mein Teig enthielt Honig, die Zuckerhaube bestand aus dem sehr teuren Rohrzucker. Man kann mich aber auch mit Powidl, Vanille- oder Nougatcreme füllen. Auch pikant bin ich begehrt: So isst man mich in Tirol mit Sauerkraut und Preiselbeeren.

4. Warum gibt es dich vor allem im Fasching?
Mönche und Geistliche rieten in früheren Zeiten dem einfachen Volk, vor Beginn der Fastenzeit nicht Brot, sondern meine Wenigkeit zu backen, weil ich wesentlich nährstoff- und kalorienreicher bin. So konnten vor allem Arme und Kinder besser durch die lange Fastenzeit kommen.

5. Hast du noch Geschwister?
Ja, ich habe eine große Familie, denn mein Name wird oft weitläufig und willkürlich verwendet. So gibt es in der Alpenrepublik Brandteig-, Spritz-, Punsch -, Prügel-, Schnür-, Spagat- und Ennstaler Krapfen. Auch „Kiachln“ (Bauernkrapfen), „Bojar“ (Powidlkrapfen mit Zimtzucker), gebackene Mäuse, Apfelschnecken, Nigelen und Topfenbällchen sind Teil meiner großen Familie.

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