Tranchieren

Das Wort Tranchieren stammt von dem Französischen „tranche“ für Scheibe ab. Heute verstehen wir darunter das Zerlegen von Fleisch, Fisch, Geflügel aber auch Obst und Gemüse in ziemlich gleich große Teile.

Oft ist es der "Herr des Hauses", der zum Tranchiermesser greift, denn schon vor langer Zeit galt es zum guten Ton sein Stück Fleisch vom Gastgeber oder eben "Herr des Hauses" tranchiert zu bekommen.

Gerade bei Geflügelbraten sind kleine anatomische Kenntnisse von Vorteil. Was muss man jetzt also beachten?

Wenn man ein scharfes Messer und vielleicht noch eine Geflügelschere hat, geht das Tranchieren in wenigen Schritten schnell und einfach:

1. Der Geflügelbraten sollte auf dem Rücken liegen, macht er üblicher Weise auch, und kann jetzt beidseitig zwischen Brust und Schenkel eingeschnitten werden, Jetzt sollte das Hüftgelenk sichtbar werden. Der Schenkel wird seitwärts weggeklappt und das Gelenk wird abgetrennt.

2. An den Flügeln ist so gut wie kein Fleisch, deswegen können diese abgetrennt werden.

3. Die Brust entlang des Brustbeins einschneiden und vorsichtig ablösen.

4. Jetzt können die Bruststücke, am Besten vom Flügelansatz zur Brustspitze hin, in gleichmäßige Stücke geschnitten werden.

5. Die größeren Keulen werden zwischen Ober- und Unterschenkel eingeschnitten und das Kniegelenk wird durchtrennt.

6. Jetzt kann man die fleischigen Ober- und Unterschenkelknochen herauslösen und auch dieses Fleisch in gleich große Stücke schneiden. Hat man nun alle mit einem Stück Fleisch versorgt, kann man sich selbst auch wieder zur Ruhe setzen und das Essen genießen.