Sternanis

Andere Namen:
Badian, Chinesischer Anis, Echter Sternanis

Geschichte:
Sternanis hat seine Wurzeln in Südchina und Nordvietnam. Dort wird er seit 3.000 Jahren als Gewürz verwendet, vor allem für Fleischgerichte und Suppen. Aus dem 17. und 18. Jahrhundert gibt es Nachweise für seine Verwendung in Europa, jedoch ausschließlich in Kombination mit Früchten. Heute kommt Sternanis nach wie vor aus China und Vietnam, aber auch aus Jamaika und von den Philippinen.

Botanik:
Der immergrüne Sternanisbaum gehört zur Familie der Sternanisgewächse, er ist entfernt verwandt mit dem Muskatnussbaum, beide sind wiederum mit den Magnoliengewächsen verwandt. Der durchschnittlich 10 Meter hohe Sternanisbaum trägt hellgelbe, eher unscheinbare Blüten. Aus den Blüten entwickeln sich die sternförmigen, rotbraunen Früchte, die aus acht, selten neun Segmenten bestehen. Darin sitzt jeweils ein glänzend-brauner Samen. Sternanisbäume können 100 Jahre alt werden und über die gesamte Lebensdauer Früchte tragen. Die nicht ganz ausgereiften, an der Sonne getrockneten Früchte werden ganz oder gemahlen als Gewürz verwendet.

Geschmack:
Sternanis schmeckt intensiv süß, aromatisch, warm-würzig und anisähnlich, er erinnert auch an Lakritze und Fenchel und ist ganz leicht bitter. Sternanis enthält bis zu fünf Prozent ätherisches Öl mit dem Hauptbestandteil Anethol (deshalb die starke Ähnlichkeit mit Anis). Das Aroma steckt in den Fruchtwänden, nicht in den Samen.

Sternanis in der Küche

  • als eines der wichtigsten Gewürze der chinesischen Küche, vor allem zum Rotschmoren gemeinsam mit Sojasaucen, zum Marinieren und für Ausbackteige
  • als dominanter Bestandteil des chinesischen Fünf-Gewürze-Pulvers, das vor allem für Geflügel wie z. B. Ente und Huhn und für Schweinefleisch verwendet wird
  • für vietnamesische Suppen, z. B. Pho
  • für thailändische (z. B. Massaman-Curry) und indische Gerichte
  • für Suppen, z. B. Hühnersuppe
  • für Wurzelgemüse, Kürbis und Lauch
  • für Fisch und Meeresfrüchte
  • für Süßspeisen und Backwaren, vor allem mit Birnen, Feigen und Maroni
  • für Weihnachtsbäckerei
  • für Kompotte, Marmeladen und Chutneys
  • für Glühwein und Liköre Ganzer

Sternanis behält sein Aroma für mehrere Jahre. Wenn weniger als ein Stern benötigt wird, einfach einzelne Zacken abbrechen und mitgaren.

Sternanis kann wegen seiner dekorativen Form mitserviert, aber nicht mitgegessen werden.