Schwarzkümmel

Andere Namen:
Echter Schwarzkümmel, Nigella, Zwiebelsamen

Geschichte:
Schwarzkümmel ist in Westasien, Südeuropa und dem Mittleren Osten heimisch. Er wurde auch in Europa in Klostergärten angebaut und war bis zum 17. Jahrhundert beliebt, geriet dann aber in Vergessenheit. Mit dem Trend zu orientalischen und asiatischen Gerichten gewinnt auch Schwarzkümmel wieder an Bedeutung, vor allem als Brotgewürz für Fladenbrote. Die Hauptanbauländer sind Indien, die Türkei und Ägypten. Die bei uns als „Jungfer im Grünen“, „Gretchen im Busch“ oder „Gretl in der Stauden“ bekannte Schwarzkümmelart Nigella damascena ist zwar eng mit Nigella sativa verwandt, wird aber nicht als Gewürz, sondern nur als Zierpflanze genützt.

Botanik:
Schwarzkümmel gehört zu den Hahnenfußgewächsen und ist höchstens weitschichtig mit Mohn, nicht aber mit Kümmel, Kreuzkümmel (auch nicht mit der schwarzen Varietät davon), schwarzem Sesam oder Zwiebel verwandt. Die Pflanze ist einjährig und wird gut einen halben Meter hoch. Sie hat weiß-blaue Blüten und graugrüne, gefiederte Blätter. In der Samenhülle, die an eine Mohnkapsel erinnert, befinden sich die mattschwarzen, dreieckigen, tropfenförmigen Samen, die getrocknet als Gewürz verwendet werden.

Geschmack:
Schwarzkümmel riecht kaum, schmeckt aber aromatisch, nussig, leicht süßlich, bitter und etwas scharf, er erinnert an Mohn, Oregano und ein wenig auch an Pfeffer. Die Samen enthalten fast ein Drittel fettes Öl.

Schwarzkümmel in der Küche:

  • für indische (z. B. Naan) und orientalische (Fladen-)Brote
  • für indische Gerichte mit Hülsenfrüchten, Blatt- und Wurzelgemüse, Melanzani oder Kürbis, oft als Bestandteil der Gewürzmischung Panch phoron
  • für eingelegtes Gemüse
  • für Suppen, Saucen und Käsegerichte

Schwarzkümmel wird vor der Verwendung als Gewürz meist trocken oder in Öl geröstet, um sein Aroma zu verstärken.