Rosmarin

Andere Namen:
Balsamkraut, Marienkraut, Meertau, Weihrauchkraut

Geschichte:
Rosmarin kommt aus dem Mittelmeerraum und ist dort nach wie vor wild zu finden. Er war schon in der Antike bekannt. Im Mittelalter wurde er auf Geheiß Karls des Großen flächendeckend in Klostergärten angebaut. Rosmarin wurde seit jeher nicht nur als Gewürz, sondern vor allem als Heilmittel und für Parfum verwendet. Heute wird Rosmarin außer in den Mittelmeerländern auch in Australien und Amerika kultiviert.

Botanik:
Rosmarin gehört zur Familie der Lippenblütler und ist mit Salbei, Thymian, Basilikum, Minze, Majoran und Oregano verwandt. Der immergrüne, buschige und holzige Strauch kann bis zu zwei Meter hoch werden. Seine nadelförmigen Blätter sind ein wenig nach unten eingerollt, auf der Oberseite glänzen sie dunkelgrün, auf der Unterseite sind sie behaart und hellgrün. Rosmarin blüht hellblau-violett. Als Gewürz werden die kleinen, nadelartigen Blätter frisch oder getrocknet verwendet.

Geschmack:
Rosmarin ist stark aromatisch, würzig, herb, harzig, weihrauchartig, warm und leicht bitter, er erinnert an Kiefern, Eukalyptus und Kampfer. Rosmarin enthält ca. zwei Prozent ätherisches Öl.

Rosmarin in der Küche:

  • für viele italienische und (süd)französische Gerichte
  • für Suppen, Saucen, Fisch- und Fleischgerichte, vor allem Lamm, Geflügel, Schwein und Wild
  • für Fischgerichte aus dem Ofen
  • zum Grillen, auch als Spieße, und zum Räuchern
  • ideal gemeinsam mit Knoblauch und Zitrone
  • für Gemüsegerichte, vor allem Melanzani, Tomaten, Zucchini und Kürbis
  • für Hülsenfrüchte, vor allem italienische Bohnengerichte
  • für Kartoffel- und Pastagerichte
  • für Pilzgerichte
  • für mediterrane Brote
  • für Eiergerichte, z. B. Frittata
  • in Kräutermischungen wie Herbes de Provence
  • für Kräuterbutter und aromatisiertes Olivenöl
  • für Desserts, vor allem mit Äpfeln, Birnen, Zitrusfrüchten und Honig
  • zum Aromatisieren von Eis und Sorbet

Rosmarin ist nicht hitzeempfindlich, entfaltet sogar sein Aroma besser, wenn er mitgebraten oder mitgeschmort wird. Ganze Zweige werden vor dem Servieren entfernt.

Da Rosmarin sehr intensiv schmeckt, sollte er behutsam dosiert werden.