Petersilie

Andere Namen:
Blattpetersilie, Peterle, Peterlein, Petersil

Geschichte:
Die Petersilie stammt vermutlich aus dem Mittelmeerraum, sie ist seit mehr als 2.000 Jahren sowohl als Heil-, als auch als Gewürzpflanze bekannt. Sie ist seit Ende des 7. Jahrhunderts verpflichtend in jedem Klostergarten zu finden. Heute wird Petersilie in ganz Europa, Asien, aber auch Nordafrika und Südamerika angebaut und zählt zu den wichtigsten Küchenkräutern.

Botanik:
Petersilie ist ein Doldenblütler. Die zweijährige Pflanze wird bis zu einem Meter hoch und hat eine rübenförmige Pfahlwurzel (die bei einer speziellen Sorte als Gemüse gegessen wird). Die dunkelgrünen Blätter sind zwei- bis dreifach gefiedert. Erst im zweiten Jahr entwickeln sich die Blütendolden. Als Gewürz werden die frischen oder getrockneten Blätter verwendet, es gibt glatt- und krausblättrige Sorten. Letztere wurden gezüchtet, um Verwechslungen mit der ähnlich aussehenden, giftigen Hundspetersilie zu vermeiden.

Geschmack:
Petersilie schmeckt würzig, frisch und mild-süßlich, mit leichten Zitrus- und Anisnoten. Glatte Petersilie ist aromatischer und runder im Geschmack als krause.

Petersilie in der Küche:

  • als universelles Würzkraut und Garnitur – wie Koriander in Asien
  • für mediterrane, orientalische und nordafrikanische Gerichte
  • für Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte gleichermaßen
  • für Gerichte mit Faschiertem und in Füllungen
  • für Pasta, Couscous und Bulgur
  • für Saucen, z. B. Frankfurter Grüne Sauce zu Kartoffeln oder Salsa verde zu Bollito misto (gemischtes Gekochtes aus dem Piemont)
  • zu Gemüse wie Karotten, Melanzani, Tomaten und zu Pilzen
  • für Suppen
  • für Salate, z. B. libanesischen Taboulé
  • als Bestandteil des Bouquet garni (Kräutersträußchen) und der Fines herbes (feine Kräuter), einer klassischen französischen Mischung für Eierspeisen, Suppen, Saucen und Kräuterbutter
  • für Petersilkartoffeln
  • als gemeinsam mit Knoblauch und Zitrone unverzichtbarer Bestandteil der Gremolata, die auf Ossobuco gestreut wird
  • gemeinsam mit Knoblauch als französische Persillade, die zum Vollenden vieler gebratener Gerichte benötigt wird

Petersilie sollte nicht mitgegart, höchstens kurz erwärmt werden, weil sie dabei viel Aroma verliert.