Oregano

Andere Namen:
Dost, Origano, Wilder Majoran

Geschichte:
Im Mittelmeergebiet sind verschiedene Arten von Oregano heimisch. Oregano wurde schon im Altertum als Gewürz- und Heilpflanze geschätzt. In Kochbüchern aus dem 16. und 17. Jahrhundert taucht er auf, geriet aber im Lauf der Zeit in Mitteleuropa fast in Vergessenheit. Italienischen Immigranten und ihren Lokalen ist es zu verdanken, dass Oregano nach dem zweiten Weltkrieg wieder an Bedeutung gewann. Das Gewürz kommt hauptsächlich aus der Türkei, wo Oregano nach wie vor großteils wild geerntet wird.

Botanik:
Oregano gehört zu den Lippenblütlern und ist eng mit Majoran, aber auch mit Basilikum, Minze, Rosmarin, Salbei und Thymian verwandt. Die anspruchslose, mehrjährige Staude wird bis zu einem Meter hoch, ist behaart, hat rötliche, verholzte Stiele und besitzt verschieden große Blätter. Die rosaroten Blüten erinnern im Duft an Thymian. Das blühende Kraut hat den höchsten Gehalt an ätherischem Öl und wird deshalb in diesem Stadium geerntet, von den harten Stielen befreit und schonend getrocknet als Gewürz verwendet.

Geschmack:
Oregano schmeckt je nach Sorte stark aromatisch, würzig, warm-pfeffrig, herb und leicht bitter. Er erinnert an Majoran und Thymian, ist aber schärfer als diese und enthält bis zu vier Prozent ätherisches Öl. Oregano aus südlichen Regionen ist aromatischer als der bei uns heimische, als Dost bezeichnete.

Oregano in der Küche:

  • auf Pizza
  • für Tomaten- und gegrillte Fleischgerichte
  • für italienische und griechische Gerichte, auch Fisch
  • für mexikanische Gerichte, z. B. Burritos und Taco-Füllungen
  • für gebratenes oder überbackenes Gemüse, z. B. Melanzani, Zucchini und Paprika
  • für Käse- und Eiergerichte
  • für Bohnengerichte und z. B. Chili con Carne
  • für kräftige Salate, z. B. mit Feta
  • zum Einlegen von Käse, Tomaten und Oliven
  • zum Aromatisieren von Essig und Öl

Getrockneter Oregano schmeckt intensiver als frischer, er eignet sich auch gut zum Mitgaren.