Majoran

Andere Namen:
Bratenkräutel, Maigram, Mairan, Wurstkraut

Geschichte:
Majoran stammt ursprünglich aus Kleinasien, er wurde bereits vor 3.000 Jahren in Ägypten angebaut. In Europa hat er sich seit dem 16. Jahrhundert einen Platz als beliebtes Küchengewürz erobert. Heute wird er nicht nur in den Mittelmeerländern, sondern auch in Mittel-, Osteuropa und Südamerika angebaut.

Botanik:
Majoran ist ein Lippenblütler und somit ein enger Verwandter von Oregano, aber auch von Basilikum, Minze, Rosmarin, Salbei und Thymian. Majoran wird 20 bis 30 cm hoch, überdauert bei warmem Klima mehrere Jahre und blüht hellrot bis weiß. Die Blätter sind auf beiden Seiten filzig behaart. Die vor und während der Blütezeit gesammelten, von den Stängeln abgestreiften Blätter und Blüten werden getrocknet als Gewürz verwendet.

Geschmack:
Majoran schmeckt aromatisch, würzig, leicht süß, warm, etwas brennend, harzig und leicht bitter. Sein Gehalt an ätherischem Öl kann stark schwanken. Je wärmer das Klima, desto besser die Qualität.

Majoran in der Küche:

  • für Gänse- und Entenbraten
  • für deftige Fleisch- und Wildgerichte
  • für Majoranfleisch
  • für mediterrane Gerichte und Füllungen, z. B. aus Faschiertem
  • als Bestandteil der Herbes de Provence
  • für Leber und andere Innereien
  • in Würsten (daher der Beiname Wurstkraut), vor allem Leberwürsten
  • für Fisch
  • für Hülsenfrüchte, Kohl und Pilze
  • in Suppen (z. B. Kartoffelsuppe) und Saucen
  • für Kartoffelgerichte, vor allem gebratene und gebackene
  • in Salaten und Eiergerichten, z. B. Omelett

Majoran wird eher gegen Ende der Garzeit zugegeben, weil sein Aroma nicht sehr hitzebeständig ist.