Lorbeer

Andere Namen:
Echter Lorbeer, Gewürzlorbeer, Lorbeerblatt

Geschichte:
Wahrscheinlich kommt der Lorbeerbaum ursprünglich aus Kleinasien und wurde bereits in der Antike kultiviert. Lorbeer stand bei den Griechen und Römern für Erfolg, Weisheit und Ruhm. Die Griechen zeichneten Olympioniken, die Römer Feldherren mit Lorbeerkränzen aus. Laut Apicius wurde aber auch mit Lorbeer gekocht. Heute wächst Lorbeer im Mittelmeerraum, der Hauptanteil kommt aus der Türkei.

Botanik:
Lorbeer gehört zu den Lorbeergewächsen und ist mit Zimt verwandt. Der immergrüne Baum wird bis zu 15 Meter hoch. Er wird aber in Kultur meistens niedriger gehalten. Seine vielen Blätter sind bis zu 10 cm lang und 5 cm breit, lederartig, grün-bräunlich und an den Rändern leicht gewellt. Diese Blätter werden frisch und getrocknet als Gewürz verwendet. Aus den Früchten wird Lorbeeröl gepresst.

Geschmack:
Lorbeer schmeckt kräftig-würzig, balsamisch und leicht bitter, er erinnert an Kampfer und Muskat. Frischer Lorbeer hat auch eine dezent fruchtige Note, ist aber bitterer. Lorbeer enthält bis zu drei Prozent ätherisches Öl. Getrockneter Lorbeer verliert rasch an Aroma. Daher besser nicht bevorraten, sondern erst bei Bedarf kaufen.

Lorbeer in der Küche:

  • für Suppen, Fonds, Fisch- und Fleischgerichte, vor allem Huhn, Lamm, Rind, Schwein und Wild
  • für Ragouts und Schmorgerichte wie Ossobuco und Sauerbraten
  • für Saucen wie Béchamel- oder Tomatensauce
  • für Wild- und Fischbeizen, besonders säuerliche
  • für Pasteten und Terrinen
  • für Bohnen- und Linsengerichte
  • für Kartoffelgerichte, z. B. Gratin
  • für Reisgerichte wie z. B. Pilaw oder Risotto
  • als Bestandteil des Bouquet garni (Kräutersträußchen)
  • für Kraut und Kohl
  • zum Einlegen von Gemüse (auch Oliven) und Fisch, z. B. Hering

Lorbeer besser schwach dosieren, da sich sein Aroma erst beim Garen entfaltet und er bei Überdosierung penetrant schmeckt. Lorbeerblätter vorher brechen, wenn sie nicht lange gegart werden.

Lorbeer wird normalerweise nicht mitgegessen, sondern vor dem Servieren entfernt.