Dill

Andere Namen:
Dille, Dillkraut, Gurkenkraut

Geschichte:
Dill stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum, Südrussland und dem Vorderen Orient. Er wurde bereits vor 5.000 Jahren in Mesopotamien und ebenso in der Schweiz verwendet, nicht nur als Gewürz-, sondern auch als Heilpflanze. Seit knapp 2.000 Jahren gehört Dill auch in viele mittel- und nordeuropäische Kloster- und Hausgärten, er wurde bereits in der Bibel erwähnt. Dill wird heute in Europa, Nordafrika, Nord-, Südamerika und Indien angebaut.

Botanik:
Dill gehört wie Anis, Fenchel und Kümmel zu den Doldenblütlern. Die Stängel der einjährigen, bis zu 1,2 Meter hohen Pflanze sind hohl und kahl, die Blätter mehrfach gefiedert und dünn. Die kleinen gelben Blüten bilden Dolden mit bis zu 20 Zentimetern Durchmesser. Als Gewürze werden das frische und getrocknete Kraut (Dillspitzen) und die extrem leichten, getrockneten Spaltfrüchte (Samen) verwendet.

Geschmack:
Das Kraut schmeckt fein, süßlich-aromatisch, frisch und ein wenig herb mit Anklängen an Anis und Zitrone. Die Samen schmecken ähnlich, kümmelartig, sie können auch eine leichte Schärfe mitbringen. Das Kraut enthält bis zu zwei, die Samen bis zu vier Prozent ätherisches Öl.

Dill in der Küche:

  • für skandinavische Gerichte, vor allem Fisch und Meeresfrüchte wie Lachs, Hering, Krebse, Garnelen und Jakobsmuscheln
  • für skandinavischen Graved Lachs
  • für nordosteuropäische, vor allem baltische und russische Gerichte
  • für griechische, türkische und georgische Gerichte
  • für heimischen Fisch wie Karpfen, Aal und Forelle
  • für Gemüsegerichte wie Rote Rüben, Bohnen, Spinat, Kraut
  • zu Gurken, ob als Salat, eingelegt oder warm als Gemüse
  • für Reis- und Kartoffelgerichte (z. B. als Alternative zu Petersilkartoffeln)
  • für Gerichte mit Eiern und Mayonnaise
  • für Kräuterbutter, kalte (z. B. Joghurt-) und warme Saucen
  • zum Einlegen von Gemüse, vor allem Gurken
  • für angesetzten Essig und für Senf(saucen)
  • die Samen für skandinavische Brote und für indische Currys