Bockshornklee

Andere Namen:
Griechischer Heusamen, Kuhhornklee

Geschichte:
Bockshornklee ist ein uraltes Gewürz, obwohl viele Menschen in westlichen Ländern seinen bitteren Geschmack eher als unangenehm empfinden. Der erste Teil des botanischen Namens „Trigonella“ bezieht sich auf die unregelmäßig eckige Form der Samen, und „foenum-graecum“ heißt „griechisches Heu“, was sich auf die Verwendung von Bockshornklee als Viehfutter bezieht. In ägyptischen Papyri wird er als für die Mumifizierung benötigte Pflanze erwähnt. Im 9. Jahrhundert kam Bockshornklee nach Europa. Im Mittelalter bekämpfte man mit ihm Kahlköpfigkeit, in Indonesien wird er nach wie vor für Haarwasser genützt. Bockshornklee kommt heute aus den Mittelmeerländern, dem Sudan, aus Marokko, Ägypten, Griechenland, der Türkei, Polen, Deutschland und Frankreich, aber auch Indien und China.

Botanik:
Bockshornklee ist ein Schmetterlingsblütler und gehört damit zur Familie der Hülsenfrüchtler. Die einjährige Pflanze wird bis zu 60 cm hoch. Bockshornklee hat kleeähnliche Blätter und blüht im Mai und Juni gelb oder gelblich-weiß. Die Form der Fruchthülsen, in denen 5-20 Samen reifen, erinnert an Tierhörner, daher kommt der deutsche Name. Als Gewürz werden die reifen, getrockneten Samen verwendet. In Indien kommen die frischen grünen Blätter als Gemüse auf den Teller.

Geschmack:
Bockshornklee schmeckt bitter und aromatisch, ein wenig erinnert er an Liebstöckel und verbrannten Zucker. Geröstet verliert er an Bitterkeit und schmeckt dafür leicht nussig. Für das unverwechselbare Aroma von Currypulver ist Bockshornklee mitverantwortlich. Er enthält nur wenig ätherisches Öl, das dafür aus vielen Komponenten zusammengesetzt ist.

Bockshornklee in der Küche:

  • für Gewürzmischungen wie Currypulver, bengalisches Panch phoron, äthiopisches Berbere und für südindische Currys
  • für orientalische und indische Gemüse-, Hülsenfrüchte-, und Fischgerichte
  • zum Einlegen von Gemüse nach indischer Art
  • zu Lamm und Huhn
  • für nordafrikanische und indische Brote
  • in manchen Käsesorten

Trockenes Rösten von Bockshornklee verstärkt seinen Geschmack und verringert seine Bitterkeit – solange man die Samen dabei nicht verbrennen lässt. In Indien werden sie oft in heißem Öl gebraten. Bockshornklee wird für Gewürzmischungen und Speisen meist gemahlen, weil seine Samen sehr hart sind.