Mahlzeit! Magazin
Bayerischer Unternehmer
Bio-Pionier Claus Hipp
Der bayerische Unternehmer ist nicht nur der größte Bio-Babykost-Hersteller Deutschlands, sondern auch der weltweit größte Verarbeiter von Bio-Rohstoffen. Für SPAR produziert Hipp fünf naturreine Bio-Konfitüren.
"Unsere Produkte durchlaufen ein Qualitätssicherheitssystem von bis zu 260 Kontrollen"
- Claus Hipp, Unternehmer
"Dafür stehe ich mit meinem Namen“ – Mit diesem Werbespruch hat sich der größte deutsche Bio-Babykost-Hersteller aus dem bayerischen Pfaffenhofen das Vertrauen seiner Kunden erworben. Sein Erfolgsgeheimnis: Der Name ist Programm. Der 73-jährige Unternehmer verkörpert, was er propagiert: ein Leben im Einklang mit der Natur.
Ein Mann, ein Wort
Vor 45 Jahren übernahm Hipp die Firma seines Vaters und formte sie seither zum weltweit größten Verarbeiter von biologisch-organischen Rohstoffen. Sein Unternehmen produziert nach Bio-Standards in Deutschland, Österreich, Ungarn, Kroatien und der Ukraine. Dabei setzt der Vater von fünf Kindern konsequent auf biologischen Landbau – auch auf dem familieneigenen Bauernhof – und legt größten Wert auf die gleichbleibend hohe Qualität seiner Rohstoffe und Produkte. „Biologischer Landbau ist in erster Linie Verantwortung vor der Schöpfung“, verrät der bekennende Katholik sein Credo.
Umweltschutz muss sein!
Untrennbar mit dem Bio-Gedanken verbunden sind Umwelt- und Naturschutz. Hipp: „Bio-Qualität ist nicht nur gut für unsere Produkte, sondern leistet auch – durch den Verzicht auf chemische Spritzmittel – einen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt. Der Umwelt, in der unsere Kinder groß werden.“ Folgerichtig fordert er die Rückkehr zu naturnahen Humusböden und lehnt Gentechnik rigoros ab. Beim Bau der Firmenzentrale wurden hauptsächlich natürliche Materialien verwendet und die Energie kommt aus einem Biomasse-Heizkraftwerk sowie aus Solaranlagen. Seit 2007 wird CO2-neutral produziert. Seine Grundsätze hat der fünf fache Familienvater auch in einem firmeneigenen Manifest in zehn Thesen verankert. Eine davon lautet: „Bei allen Entscheidungen müssen wir auch an die nächste Generation denken.“
Kunst als Ausgleich
Aber nicht nur die Natur und die kommende Generation liegen ihm am Herzen. Claus Hipp, der sich selbst als Generalist sieht, hat noch viele andere Interessen. Jeden Morgen sperrt der gelernte Jurist, erfolgreiche Unternehmer, zeitgenössische Maler, Musiker, Kunstprofessor und Wirtschaftsdozent, Generalkonsul von Georgien und begeisterte Opa vor der Arbeit die Dorfkirche auf, betet und tankt Kraft. Abwechslung und Ausgleich findet er in der Kunst. In einem alten Forsthaus malt der Top-Manager abstrakte Gemälde, die in Museen und Galerien in ganz Europa zu sehen sind, im „Münchner Behördenorchester“ spielt er die Oboe und seit ein paar Jahren lehrt er Malerei an der Kunstakademie im georgischen Tiflis. Bei allem Erfolg vergisst der Visionär nicht auf die Benachteiligten dieser Welt. Als Schirmherr der gemeinnützigen Hilfsorganisation Münchner Tafel e.V. versorgt er zusammen mit anderen Sponsoren rund 21.000 Bedürftige mit Essen, den Erlös seiner Bilder spendet er ebenfalls für wohltätige Zwecke. Hipp: „Geben ist seliger als nehmen. Das Schenken macht mehr Freude als das Annehmen. Jeder, der kann, ist in einer Gemeinschaft verpflichtet, dort zu helfen, wo er helfen kann.“
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"Bio ist der Leitgedanke meines Tuns"
SPAR Mahlzeit!: Sie setzen seit über 55 Jahren auf Bio. Wie wichtig ist Bio in Ihrem Leben?
Claus Hipp: Da ich schon als Kind durch den Begründer des organischbiologischen Landbaus Dr. Hans Müller in der Schweiz von dieser Anbauweise überzeugt wurde, ist Bio der Leitgedanke meines Tuns.
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